Die 7 wichtigsten Tipps zur erfolgreichen Kitzrettung mit Drohne

Simon Kolmer mit Kitzrettungsdrohne

Der Einsatz von Drohnen mit Wärmebildkameras ist eine der effektivsten Arten, um Rehkitze, Junghasen oder Gelege von Feldbrütern vor dem Mähtod zu retten.

Morgens vor der Mahd werden die Wiesen abgeflogen und das Jungwild entweder aus der Wiese getragen oder so gesichert, dass sie nicht vom Mähwerk erfasst werden können.

Dafür gibt es einiges zu beachten. In unserem Ratgeber zeigen wir dir, an was du alles denken solltest, wenn du dich auf deine Rettungsmission begibst.

  1. Stelle ein Team zusammen
  2. Ab wann benötigt man einen Drohnenführerschein?
  3. Die richtige Uhrzeit
  4. Kenne dein Drohnensystem
  5. Einsatzplanung
  6. Absprache mit Landwirten und Jagdpächtern
  7. Genügend Akkus

1. Stelle ein Team zusammen

Stelle ein Team mit mind. drei Personen zusammen. Du brauchst einen Piloten und mind. zwei Hilfskräfte. Diese helfen dem Piloten bei der Lokalisation des Jungwildes und dem anschließenden Sichern.

Da die Landwirt/innen teilweise erst einen Tag vorher über die anstehende Mahd Bescheid geben können, sollten diese Personen also gerade morgens Zeit haben.

Je mehr Personen desto besser – so kann die abgeflogene Hektarzahl pro Stunde schnell erhöht werden. Die Helfer holen nach der Lokalisierung die Kitze aus der Wiese. Die Drohnensuche muss somit nicht lange pausieren.

Zusatztipp! Dein Team sollte mit Funkgeräten ausgestattet sein. Das erleichtert die Lokalisierung der TIere enorm.

Unsere Zeittabelle. Je nach Drohne und Hilfskräften, können diese Zeiteinschätzungen natürlich abweichen. Grob geschätzt – so viel musst du für die reine Flugzeit einplanen:

Hektar

Zeit

1

80 Sek.

20-30

1h

40-60

2h

2. Ab wann benötigt man einen Drohnen-Führerschein?

  1. Wann? Ab 250 Gramm Drohnengewicht
  2. Was? Mindestens einen A1/A3 Schein.
  3. Wo? Dieser kann direkt beim Luftfahrt-Bundesamt (LBA) online abgelegt werden.

Auch über weitere Vorschriften solltest du dich beim LBA erkundigen – denn auf bestimmten Flächen gibt es Flugverbotszonen. Informiere dich daher vorher genau wo du fliegen darfst und wo nicht.

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3. Die richtige Uhrzeit

Auch wenn es nicht immer einfach ist: In der Jungwildrettung fängt der frühe Vogel den Wurm. Die beste Zeit um nach Jungwild zu suchen ist Pünktlich zum Sonnenaufgang (im Mai & Juni ab ca. 4 Uhr). Ohne Sonneneinstrahlung kann man die Wärmesignatur am besten auffinden.

Kitzrettung Sonnenaufgangs-Zeiten
Sonnenaufgänge in Deutschland: März bis September

4. Kenne dein Drohnensystem

Natürlich ist es das A und O, sich mit deinem Drohnensystem vertraut zu machen. Das heißt:

  • viele Übungsflüge abhalten
  • verschiedene Manöver üben
  • Kenne alle Funktionen deiner Drohne  z.B: automatische Rückkehrfunktion.
  • Sollte deine Drohne über Mappingfunktion verfügen, nutze diese! Die Drohne fliegt dann eine vorher geplante Fläche automatisch ab, dies spart sehr viel Zeit und bringt Sicherheit, dass du die gesamte Fläche sicher abgesucht hast.

5. Einsatzplanung

Plane deine Einsätze genau durch. So schaffst du mehr Fläche in der gleichen Zeit. Erstelle genaue Pläne welche Fläche wann abgesucht wird. So kannst du die Wegstecke optimal ausnutzen.

In unserem Video kannst du sehen, welche Drohne dich bei so einer Planung unterstützt.

6. Absprache mit Landwirten und Jagdpächtern

Die Jungwildrettung muss immer in Absprache mit den Landwirten und Jagdpächtern geschehen. Die Landwirte müssen eine Kontaktperson haben, welche auch Abends erreichbar ist. Ab besten sollte der Landwirt bereits 2-3 Tage vorher Bescheid geben.

Dies ist leider nicht immer möglich. So kann es vorkommen, dass der Anruf auch mal abends um 22 Uhr erfolg, dass der Landwirt/innen am nächsten Tag mähen möchte.

7. Genügend Akkus

Stell sicher, dass du genügend Akkus für deine Drohne hast. Je nach Drohne braucht man 4-6 Akkus, um möglichst ohne Ladepause zu fliegen.

Pro Akkuladung kann man je nach Drohne ca. 10 Hektar abfliegen.

Wenn du diese wenigen Tipps beachtest, wird deine Kitzrettungs-Mission mit hoher Wahrscheinlichkeit ein voller Erfolg.

Natürlich gibt es noch weitere Dinge die man wissen muss – du kann dich gerne bei uns persönlich erkundigen!

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