Volumenbestimmung per Drohne: Vom Start bis zur Kubikmeter-Berechnung in unter 30 Minuten
Ob Kieswerk, Sägewerk, Baustelle oder landwirtschaftlicher Betrieb: Die regelmäßige Bestimmung von Schüttgut-Volumina (z. B. Sand, Schotter, Hackschnitzel oder Silage) gehört in vielen Branchen zum Alltag. Doch traditionelle Methoden wie das manuelle Vermessen mit Maßband, Laserdistanzmesser oder Nivelliergerät sind zeitintensiv, fehleranfällig und bergen oft Sicherheitsrisiken beim Besteigen ungesicherter Schüttkegel.
Mit modernen Enterprise-Drohnen und automatisierter 3D-Auswertungssoftware lässt sich dieser gesamte Prozess heute in unter 30 Minuten erledigen – präzise, sicher und reproduzierbar. In diesem Beitrag zeigen wir Schritt für Schritt, wie einfach der Workflow in der Praxis funktioniert.
Die benötigte Ausrüstung
Für einen reibungslosen Ablauf und zentimetergenaue Ergebnisse braucht es im Wesentlichen drei Komponenten:
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Eine Vermessungsdrohne: Beispielsweise ein modernes Enterprise-System mit mechanischem Verschluss oder hochauflösendem Weitwinkelsensor für scharfe Aufnahmen ohne Bewegungsunschärfe.
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RTK-Positionsbestimmung: Entweder über eine mobile D-RTK-Basisstation oder direkt via NTRIP/Netzwerk-RTK über mobiles Internet. Das spart das manuelle Einmessen von Passpunkten (GCPs) am Boden.
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Auswertungs-Hardware & Software: Ein robuster Laptop mit einer Photogrammetrie-Software wie DJI Terra zur schnellen Berechnung von 2D-Orthofotos, dichten Punktwolken und 3D-Meshes.
Schritt für Schritt: Der Workflow
1. Vorbereitung & Flugplanung
Am Controller wird direkt in der Kartenansicht der zu vermessende Bereich umrandet. Die Flugplanungssoftware berechnet automatisch die optimale Flugroute, Flughöhe und Bildüberlappung. Nach kurzer Verbindung mit dem RTK-Dienst (für Sub-Zentimeter-Genauigkeit) ist der Einsatz startbereit.
2. Autonomer Datenerfassungsflug
Ein Knopfdruck genügt: Die Drohne startet, fliegt die geplante Route völlig autonom ab und erfasst das Areal lückenlos aus verschiedenen Blickwinkeln. Anschließend kehrt sie selbstständig zum Startpunkt zurück.
3. Datenübertragung & Rekonstruktion
Die Bilddaten der Speicherkarte werden auf den Laptop übertragen und in DJI Terra geladen. Nach Auswahl der gewünschten Ausgabedaten (z. B. 3D-Netz, Punktwolke und digitales Geländemodell) startet die lokale Rekonstruktion. Innerhalb weniger Minuten wird aus den zweidimensionalen Bildern ein photorealistisches 3D-Modell berechnet.
4. Volumenmessung auf Knopfdruck
In der 3D-Ansicht von DJI Terra wird einfach das Werkzeug zur Volumenmessung ausgewählt. Man klickt einmal den Rand des Schüttgut-Haufens entlang ab – und die Software berechnet automatisch das exakte Volumen in Kubikmetern ($m^3$) sowie Schnitt- und Füllmengen.
Typische Einsatzbereiche in der Praxis
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Kies- & Schotterwerke: Schnelle Inventur von Lagerbeständen.
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Biogasanlagen & Landwirtschaft: Erfassung von Fahrsilos, Futterreserven oder Kompostmieten.
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Erdbau & Großbaustellen: Kontrolle von Aushubmengen, Geländeveränderungen und Erdmassen.
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Holzwirtschaft & Sägewerke: Ermittlung von Hackschnitzellagern und Rundholzpoltern.
Fazit: Zeitersparnis und Arbeitssicherheit
Die drohnengestützte Volumenbestimmung ist kein theoretisches Zukunftsthema mehr, sondern ein praxiserprobtes Werkzeug. Anwender sparen nicht nur Stunden an Arbeitszeit, sondern müssen steile Halden oder unübersichtliche Gruben nicht mehr betreten.
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